Editorial

Philippe Op De Beeck, CEO APCOA PARKING Group
Philippe Op De Beeck, CEO APCOA PARKING Group

Liebe Leserinnen und Leser,

das vergangene Jahr war für APCOA ein erfolgreiches - dank der großartigen Arbeit aller Beteiligten. Wir haben 2017 sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene große Fortschritte gemacht.

Konkret hat APCOA international zahlreiche neue Objekte für ihr Portfolio hinzugewonnen und gleichzeitig ein Allzeithoch bei der Geschäftskundenbindung erreicht. Mit der verstärkten Ausrichtung unserer Unternehmensstrategie auf die Endkunden und die Digitalisierung unserer Systeme haben wir zudem die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. In diese starten wir im zweiten Quartal mit dem Launch eines neuen digitalen Service in Deutschland sowie folgend in weiteren europäischen Märkten.

Treffen Sie uns auf der MIPIM in Cannes, und erfahren Sie exklusiv, welche Funktionen Sie erwarten und welchen Mehrwert der neue Service sowohl für Endkunden als auch für Immobilieneigentümer bietet. Sie finden uns an unserem Stand P-1, F64.

Wir freuen uns auf Sie. 

Ihr Philippe Op de Beeck

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News

Das Jahr 2017 – eine APCOA Erfolgsgeschichte

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Das vergangene Jahr hat APCOA mit starken Ergebnissen insbesondere beim Neugeschäft und bei der Kundenbindung abgeschlossen. In Deutschland wurden in Düsseldorf und Neustadt zwei Neubauobjekte hinzugewonnen. Zudem konnten wir unser Portfolio durch zahlreiche internationale Objekte ausbauen. In Stockholm verantwortet APCOA inzwischen sämtliche Parkplätze der innerstädtischen Krankenhäuser sowie das gesamte On-Street-Parken der Stadt. Und in Kopenhagen betreut unser Unternehmen den Tivoli Vergnügungspark als neuer Exklusivpartner. Nach dem erfolgreichen Einsatz am Flughafen Arlanda sowie weiteren skandinavischen Flughäfen setzt nun auch der Flughafen Berlin-Schönefeld auf unser Traffic-Management-System. An den Flughäfen Mailand Malpensa und Linate hat APCOA das Parkraummanagement mit insgesamt mehr als 16.000 Stellplätzen übernommen. In Großbritannien betreibt APCOA inzwischen mehr als 80 Prozent aller Parkflächen für Bahnhöfe. Auch in den weiteren Landesgesellschaften standen die Zeichen auf Wachstum. Aber nicht nur im operativen Geschäft, auch auf strategischer Ebene war 2017 ein erfolgreiches Jahr. Durch gezielte Investitionen wurde die Digitalisierung der Systeme und Dienstleistungen beschleunigt. In diesem Rahmen werden wir in wenigen Wochen für unsere Endkunden in Deutschland eine neue digitale Dienstleistung einführen. 

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Fallstudie

Die Mobility-Trends 2018

© Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
© Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Unsere Mobilitätskonzepte befinden sich in einem stetigen Wandel. Im aktuellen Jahr zeichnen sich fünf deutliche Trends ab:

1.    E-Mobility
Kein anderer alternativer Antrieb erfährt aktuell so viel Aufmerksamkeit wie die Elektromobilität. Daher muss sie bei allen zukünftigen Konzepten berücksichtigt werden. Für APCOA heißt das, noch mehr Elektroladesäulen in Parkhäuser zu integrieren.

2.    Mobility-Hubs
Als Alternative zum klassischen Individualverkehr gelten Beförderungskonzepte des öffentlichen Personennahverkehrs und umweltfreundlicher Alternativen wie E-Bikes und Carsharing-Fahrzeuge. Am Stadtrand können Park+Ride-Stationen als Mobility-Hubs dienen – in den Innenstädten gelten Parkhäuser als idealer Standort. Aber nicht nur für Elektrofahrzeuge und deren Ladesäulen, sie werden auch als Logistiklösung immer interessanter: Schon jetzt gibt es in einzelnen Parkhäusern Selbstabholstationen von Versandhandelsunternehmen. Logistikdienstleister könnten künftig einzelne Etagen als Zwischenlager zur Versorgung auf der letzten Meile nutzen.

3.    Connectivity
Im Rahmen der Digitalisierung wird die Vernetzung ein immer wichtigeres Thema. Davon profitiert auch der Mobilitätsbereich. Durch die geschickte Verbindung unterschiedlicher digitaler Lösungen kann der innerstädtische Verkehr deutlich entspannt werden – und trägt so zu einer besseren Umweltbilanz von Städten und Kommunen bei. Auf Basis dieser Möglichkeiten arbeiten wir im Rahmen der Connected Strategy an einer verbesserten Vernetzung von APCOA, Kunden und Partnern. Im Zentrum steht eine API basierte IT-Plattform, über die Daten zwischen allen Beteiligten ausgetauscht werden können. Kunden haben über eine App sowie eine RFID-Karte oder die automatische Kennzeichenerkennung Zugang zu den Dienstleistungen und Parkhäusern von APCOA. Mit diesem System können wir Angebote noch besser auf die Anforderungen unserer Kunden zuschneiden.

4.    Traffic-Management
Die konsequente Fortsetzung der Konnektivität ist ein übergeordnetes Traffic-Management-System (TMS). Mithilfe dieser Technik kann der Verkehrsfluss an Verkehrsknoten intelligent gesteuert werden. Bisher setzt APCOA das TMS im Taxi-Management an den Flughäfen in Stockholm und Berlin-Schönefeld sowie an Bahnhöfen, Häfen, Veranstaltungshallen und Messen ein und sorgt dort für eine deutliche Reduktion der CO2-Emmissionen.

5.    Autonomes Fahren
Was einst als Zukunftsvision galt, ist im Rahmen verschiedener internationaler Pilotprojekte schon heutzutage Realität: das selbstfahrende Auto. Diese Technologie wird die Zukunft der individuellen Mobilität prägen. Als einer der ersten Einsatzorte für selbstständig fahrende Autos gilt das Parkhaus. Dort kann durch das autonome Fahren beziehungsweise Parken die Fläche noch besser ausgenutzt werden, da der bisher noch benötigte Platz für das Öffnen der Fahrzeugtüren entfällt.

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Interview

Die Mobilität der Zukunft ist digital

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Ein selbstfahrendes Auto, das autonom einen Parkplatz sucht und zur Weiterfahrt per App gerufen wird – bisher ist das tatsächlich noch Zukunftsmusik. Allerdings sind erste Schritte in eine digitale Zukunft bereits erfolgt. Welche das sind, erklärt Detlef Wilmer, Geschäftsführer der APCOA PARKING Deutschland GmbH.

Das Smartphone ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Welche Rolle wird es zukünftig im Bereich der individuellen Mobilität einnehmen?

Über das Smartphone wird APCOA die individuelle Mobilität ihrer Kunden künftig weiter vereinfachen. Mit unserem neuen digitalen Service, den wir ab dem zweiten Quartal in Deutschland einführen, werden wir das Parken schneller und bequemer machen. Über eine neue App oder unsere Website können unsere Kunden künftig ihre Fahrten noch besser planen. Eine Such- und Navigationsfunktion leitet den Fahrer zum nächstgelegenen Parkhaus seiner finalen Destination. Dabei werden Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Verfügbarkeit angezeigt. Die Schranke am Parkhaus öffnet automatisch via gelieferter RFID-Karte, das Ziehen eines Tickets ist somit ebenso wenig erforderlich wie das Anstehen und Bezahlen am Kassenautomaten. Die Abrechnung erfolgt automatisch per hinterlegter Kreditkarte und ist dadurch für Geschäftsreisende einfach abzurechnen. Alle Parkvorgänge sind in der App einsehbar. Für den Kunden ergibt sich mit der Nutzung unserer App auf seinem Smartphone also ein echter Zeit- und Komfortgewinn. Diesen werden wir durch die Einführung weiterer Funktionen zeitnah ausbauen.

Sie sprachen von einem Zeit- und Komfortgewinn für ihre Kunden. Welchen Mehrwert bietet die App noch?

Ein ganz klarer Mehrwert, nicht nur für unsere Kunden, sind die Einsparungen von Emissionen. Außerdem kann die optimierte Parkplatzsuche dabei helfen, den Verkehr in den Innenstädten deutlich zu entspannen. Bisweilen macht die Suche nach einer geeigneten Parklücke nahezu ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs aus. Das entspricht einem Ausstoß von 1,3 Kilogramm Kohlendioxid pro „Suchvorgang“. Es geht also nicht nur um den persönlichen Komfort, sondern darum, Verkehr und Emissionen innerhalb der Städte zu reduzieren – und somit um eine verbesserte Lebensqualität. Ein nächster wichtiger Schritt wird die optimierte und individuelle Parkplatzsuche On-Street.

Um diese zu realisieren, bedarf es jedoch nicht nur der Weiterentwicklung der technischen Basis, sondern auch der Zusammenarbeit mit Dritten. Gibt es bereits Kooperationen, um das Angebot auszubauen?

Das ist richtig. Wir arbeiten mit einer Reihe strategischer Partner zusammen. Als Basis für ein verbessertes Angebot nutzen wir eine API-basierte IT-Schnittstelle. Diese erlaubt es uns und unseren Kooperationspartnern, Informationen auszutauschen, zu analysieren und das Angebot zu optimieren. Mit VW Financial Services konnten wir einen wichtigen Partner aus der Automobilindustrie gewinnen. Durch die vereinbarte Zusammenarbeit werden wir unser neues digitales Angebot in mehr als 1,3 Millionen Leasingfahrzeuge integrieren können. Auch im Bereich Elektroladeinfrastruktur führen wir Gespräche über potenzielle Kooperationen. Ziel ist es, alle Leistungen zu bündeln. Beispielsweise könnte die Abrechnung des Stroms beim Ladevorgang innerhalb eines unserer Parkhäuser ebenfalls über die APCOA-App erfolgen.

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