Editorial

Philippe Op De Beeck, CEO APCOA PARKING Group
Philippe Op De Beeck, CEO APCOA PARKING Group

Liebe Leserinnen und Leser,

unser zweiter Newsletter des Jahres 2019 ist zugleich unser letzter – doch keine Sorge, wir bleiben in Kontakt. In Zukunft werden wir Sie bei LinkedIn Articles über unsere aktuellen Entwicklungen, Innovationen und Pläne informieren. Das verschlankt Ihr E-Mail-Postfach und ermöglicht es Ihnen, alle unsere Artikel an einem Ort zu finden, zu lesen und zu teilen – und sich mit anderen Lesern zu vernetzen. Folgen sie APCOA auf LinkedIn – Sie finden uns unter https://www.linkedin.com/company/apcoa-parking-holdings-gmbh/.

Auf den folgenden Seiten geht es als Erstes um das Projekt „Park-up“: In Zusammenarbeit mit drei weiteren Projektpartnern bieten wir Logistikunternehmen bedarfsgerechte Lagerflächen in unseren Parkhäusern in innerstädtischen Bereichen an, die bequem Online gebucht und bezahlt werden können. 

In unserem Interview spreche ich über Innovationen, digitale Transformation im Unternehmen und über die digitale Plattform APCOA FLOW. Sie ist zentrales Element der Digitalisierungsstrategie von APCOA und erlaubt völlig neue Geschäftsmodelle und Kooperationen. Einer unserer neuen Partner sind die Berliner Verkehrsbetriebe.

Die Mobilitäts-App FLOW ist auch in Skandinavien ein großer Erfolg. Die App macht das Kurzzeitparken für registrierte Kunden noch einfacher und komfortabler: Mit der automatisierten Nummernschilderkennung können User ohne klassisches Ticket parken – reserviert und bezahlt wird auch hier via App.

Sollten Sie vom 7. bis 9. Oktober auf der diesjährigen EXPO REAL in München sein, kommen Sie gerne am Stand B1.135 vorbei und besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Philippe Op de Beeck

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News

 

APCOA FLOW international ausgerollt

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APCOA FLOW ist neben Deutschland und Italien inzwischen auch in Schweden, Dänemark, Norwegen und Österreich erfolgreich gestartet. Die Smartphone-App findet für registrierte Nutzer ein nahegelegenes Parkhaus mit freien Plätzen und navigiert sie dorthin. Wer die FLOW-Plattform nutzt, kann sich zum Parkhaus navigieren lassen, ohne Ticket ein- und ausfahren und automatisch bargeldlos bezahlen. Neben zahlreichen Parkhäusern sind auch unbeschrankte Parkflächen und kostenpflichtige Straßenparkplätze per APCOA FLOW App nutzbar. Daneben profitieren Kunden von Reservierungsmöglichkeiten an ausgewählten Standorten und sowie von Rabatten und speziellen Aktionen, die in Kooperation mit Einzelhändlern und anderen Partnern angeboten werden können.

In Norwegen ist FLOW besonders beliebt: Seit dem Launch Ende 2018 haben bereits über 200.000 Kunden die App runtergeladen. Insgesamt nutzen in Europa bereits mehr als 800.000 Menschen APCOA FLOW. Damit APCOA FLOW auch weiterhin neue Benutzer anzieht, entwickeln wir unsere Plattform und App intensiv und kontinuierlich weiter. Seit neuestem setzen wir auch die automatisierte Kennzeichenerkennung (ANPR) ein, die das Kurzzeitparken für unsere Kunden noch komfortabler macht. Wer das Nummernschild des eigenen Autos registriert, startet mit der Einfahrt automatisch seinen Parkvorgang. Bei der Ausfahrt wird der Parkvorgang beendet und elektronisch abgerechnet. Der Kunde wird per Push-Nachricht über alle Schritte informiert. Einfacher war parken noch nie. Über unser System „ENABLE“ können zudem alle Parkanlagen mit der APCOA FLOW Plattform verbunden werden, unabhängig vom Hersteller oder der Produktgeneration. Ein entscheidender Vorteil bei der Einbindung bestehender Anlagen: hohe Investitionen zur Aufrüstung sind nicht mehr erforderlich. 

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Case Study

 

Mit APCOA Park-up wird das Parkhaus zum Mobility Hub

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Um die eigene Vorreiterrolle bei innovativen Parkplatzlösungen weiter auszubauen, hat APCOA PARKING Deutschland zusammen mit dem Konsortium um Fraunhofer IAO, veloCARRIER und evopark das Projekt „Park-up“ ins Leben gerufen. Park-up stellt öffentlich zugänglichen Parkraum für Logistikzwecke bereit und unterstützt dadurch die innerstädtische Verteilung von Waren und Gütern. 

Das Projekt orientiert sich an den Bedürfnissen jener Unternehmen, denen eine dauerhafte Anmietung von Logistikflächen zu teuer ist. Nicht vollständig ausgelastete Parkhausflächen können dabei temporär für den eigenen Logistikbedarf angemietet werden, was besonders für die Lastenrad-Logistik interessant ist: Nur teilweise genutzte Parkhausflächen lassen sich mit Park-up zusätzlich zu ihrem ursprünglichen Zweck als Umschlagplätze für Lastenräder nutzen. Lastenradfahrer können so die Sendungen von zentral gelegenen Parkhäusern aus schneller zum Endkunden transportieren. Reserviert und bezahlt werden die gewünschten Flächen bequem online.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ist der Meinung, dass von der Umsetzung des Projekts „Park-up“ viele Seiten profitieren. „Der Paket-Umschlag auf Lastenräder ist ein wirtschaftlich erfolgversprechender, emissionsarmer und nachhaltiger Beitrag für die Lieferkette der Zukunft“, sagt Bilger. 

Ziel des Projekts ist es, neue digitale Nutzungskonzepte für Stellflächen in Parkhäusern zu Zeiten mit schwacher Auslastung zu entwickeln. Parkgaragen werden so zu Mobility Hubs, reduzieren den Logistikverkehr per LKW und gestalten die Citylogistik nachhaltiger und effizienter. Dabei werden auch Bürger und Umwelt entlastet.

Umgesetzt wird das Projekt „Park-up“ bislang in drei Parkhäusern in Stuttgart. Das Projekt wird mit einer Summe von etwa 2 Millionen Euro im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

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Interview

 

Neue Mobilitätskonzepte brauchen digitale Innovation

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Als CEO der APCOA PARKING Group verantwortet Philippe Op de Beeck auch die digitale Transformation des Unternehmens. Hier spricht er über Ziele und Strategien des Unternehmens und über die neu gelaunchte Mobilitäts-App FLOW.

Welche Erwartungen haben Sie an das noch laufende Jahr?

Im vergangenen Jahr lag unser organisches Wachstum bei 3,5 Prozent. Zudem sind wir aktuell verstärkt mit der Umsetzung einiger Übernahmen beschäftigt. Für das laufende Jahr erwarten wir erneut ein zweistelliges Wachstum beim Vorsteuerergebnis und ein Umsatzplus zwischen sieben und acht Prozent.

APCOA wird immer digitaler. Welche Strategien sind für Ihr Unternehmen besonders wichtig?   

Bei sämtlichen Aktivitäten und Transaktionen verfolgen wir unsere klare Strategie, nicht Immobilieneigentümer zu werden. Mit diesem konsequenten „Asset Light“-Geschäftsmodell ist APCOA ein zuverlässiger Partner, der für private und öffentliche Immobilieneigentümer den Wert ihrer Objekte maximiert und gleichzeitig den Konsumenten flächendeckend innovative Services anbietet. Ein wesentliches Element unserer Wachstumsstrategie ist die digitale Transformation der Produktpalette von APCOA. Mit ihr erweitern wir unseren Fokus von einem geschäftskundenzentrierten Parkhausbetreiber zu einem verbraucherorientierten Anbieter von Mobilitätsdiensten und digitalen Services.

Mit APCOA FLOW haben Sie eine Mobilitäts-App entwickelt und international ausgerollt. Welche Ziele verfolgen Sie mit dieser App und der dahinterstehenden neuen Plattform?

APCOA FLOW ist unsere Antwort auf zentrale Trends wie Urbanisierung, Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Parkraumbranche verändern. Unser digitales Angebot wird sehr gut angenommen und unsere Investitionskosten amortisieren sich in einem hohen Tempo. Der Funktionsumfang der App hat sich seit der Einführung 2018 bereits stark erweitert. Sie können sich nicht nur zum Parkhaus navigieren lassen. ticketlosen Zugang erhalten und automatisch bargeldlos zahlen, sondern auch Parkplätze reservieren und elektronisch für das Straßenparken bezahlen. Zudem profitieren unsere Kunden auch von Rabatten und das in inzwischen in sieben Ländern. Die dahinterstehende Plattform haben wir so aufgesetzt, dass weitere Services einfach ergänzt und flexibel integriert werden können. Auf dieser Basis bauen wir das Dienstleistungsangebot für unsere Kunden zielgerichtet weiter aus und sind so bestens für die Zukunft gerüstet.

Seit Juni kooperiert APCOA mit den Berliner Verkehrsbetrieben. Welche Synergien lassen sich durch das Zusammenbringen von Parken und öffentlichem Verkehr gewinnen?

Unsere Partnerschaft mit der BVG passt perfekt zu der Strategie von APCOA, Parken und urbane Mobilität intelligent und komfortabel zu kombinieren. Mit der Umwandlung unserer Parkflächen in intermodale Mobilitätszentren schaffen wir Plattformen für neue Verkehrs- und Logistikdienstleistungen. In Berlin kombinieren wir APCOA FLOW mit den Ressourcen eines öffentlichen Verkehrsunternehmens. So können Individualverkehr, ÖPNV und Sharing-Angebote perfekt integriert und kombiniert werden.

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