Editorial

Philippe Op De Beeck, CEO APCOA PARKING Group
Philippe Op De Beeck, CEO APCOA PARKING Group

Liebe Leserinnen und Leser,

wer die Zeichen der Zeit in der eigenen Branche erkennen will, nutzt unter anderem Messen. Hier können Themen und Trends aufgespürt werden, die Kunden, Lieferanten oder Wettbewerber besonders bewegen. Für die Immobilienbranche ist die Expo Real in München ein solcher Treffpunkt. Wenn die Tore der Fachmesse im Oktober wieder öffnen, wird eines sehr deutlich zutage treten: Die Digitalisierung ist und bleibt ein Dauerbrenner in der Branche. „Wie radikal wirkt digital?“ ist eine der Fragen, die im Konferenzprogramm zur Zukunft der Immobilienwirtschaft aufgeworfen wird. 

Bei APCOA haben wir die Antwort auf diese Frage bereits gefunden. Wir glauben an einen radikalen Wandel in der Parkraumbewirtschaftung. Und unser Ziel ist es, als Treiber dieser Entwicklung mit gutem Beispiel voranzugehen. Mit der Markteinführung der Smartphone-App APCOA FLOW haben wir gerade einen großen und wichtigen Schritt auf diesem Weg gemacht. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern haben wir eine Plattform entwickelt, mit der wir APCOA FLOW schnell um weitere Services erweitern können und die uns als Basis für neue strategische Partnerschaften dient.

In Zukunft werden digitale Services eine immense Bedeutung für uns haben. Parkhäuser bieten für uns das Potenzial, als „Mobility Hubs“ verschiedene Formen der Mobilität zu verbinden und Kunden weit mehr bieten als „nur“ einen Parkplatz in attraktiver Lage.

Wenn Sie mehr von unseren Zukunftsplänen erfahren wollen, besuchen Sie uns gern auf der EXPO REAL in München. Sie finden uns vom 8. bis zum 10 Oktober an unserem Stand (Halle B1, Stand 135). 

Zudem können Sie APCOA am 9. Oktober von 11.00 bis 11.50 Uhr bei der Podiumsdiskussion „Wie wollen wir leben? Neue Mobilitätskonzepte als integraler Bestandteil zukunftsfähiger Quartiersentwicklung“ erleben, im Intelligent Urbanization Forum, Halle C1, Stand 442.

Wir freuen uns auf Sie! 

Bis dahin: Viel Spaß beim Lesen! 

nach oben

News

 

APCOA FLOW erfolgreich gestartet

APCOA-FLOW_Business-Traveler.jpg

APCOA hat mit der App APCOA FLOW Anfang Mai 2018 das größte „Smart Parking“-Angebot für Parkhäuser in Deutschland auf den Markt gebracht. Seitdem können sich Autofahrer mit der Smartphone-App zu 200 ausgewählten APCOA Parkhäusern mit mehr als 100.000 Stellplätzen in ganz Deutschland navigieren lassen. Bei der Ankunft wird das Fahrzeug dank eines RFID-Chips erkannt; und die Schranke öffnet automatisch. Bezahlt wird bargeldlos, Schlange stehen und Kleingeld suchen am Kassenautomaten entfallen. 

Doch dieser Funktionsumfang ist erst der Anfang. Hinter APCOA FLOW steht eine offene, skalierbare, digitale Plattform, über die weitere Services ergänzt und flexibel integriert werden können. In Vorbereitung sind zum Beispiel die Reservierung und Vorausbuchung von Garagenstellplätzen sowie die Anbindung von unbeschrankten Parkflächen und kostenpflichtigen Straßenparkplätzen. Geplant ist zudem, alle rund 300 Garagen von APCOA in Deutschland anzubinden. Damit werden mehr als 230.000 Stellplätze für Kunden komfortabel zugänglich sein. Zudem ist die Einführung von APCOA FLOW in zwölf weiteren europäischen Märkten in Vorbereitung.

nach oben

Case Study

 

Kooperation mit führendem Start-up für „Smart Parking“-Lösungen

apcoa-gmp-kooperation.jpg

APCOA hat eine strategische Partnerschaft mit dem indischen Start-up Get My Parking (GMP) vereinbart. Das junge Unternehmen nimmt in seinem Heimatmarkt eine dominierende Rolle für „Smart Parking“-Lösungen ein. Gemeinsam haben APCOA und GMP bereits eine offene Plattform entwickelt, die alle Kontaktpunkte des Parkprozesses einbezieht, und somit ein reibungsloses Mobilitätserlebnis für Kunden ermöglicht. Mithilfe von cloudbasierter IoT-Technologie (IoT = Internet of Things) und API-Schnittstellen (API = application programming interface) werden die vielfältigen Informationen aus Parkhäusern in das System integriert. Das Ziel beider Partner ist es, sämtliche Parkplätze, die APCOA in 13 Ländern betreibt, auf der standardisierten interoperablen Plattform zu vereinen – insgesamt sind das 1,4 Millionen Parkplätze an über 9.000 Standorten.

Die offene Plattform soll zur Basis weiterer Partnerschaften und neuer Geschäftsmodelle in den Bereichen Smart City und vernetzte Mobilität werden. In welcher Form die zugrundeliegende Technik jetzt schon für den Kunden sichtbar ist, demonstriert APCOA mit der kürzlich in Deutschland eingeführten App APCOA FLOW. Sie ist der erste digitale Service, der auf Basis der von GMP und APCOA entwickelten Plattform auf den Markt gekommen ist.

GMP hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die neue Plattform sehr schnell und kostengünstig entwickelt werden konnte. Ein weiterer Vorteil: Die GMP-Technologie ist mit verschiedenen Generationen von Parkhausanlagen kompatibel, sodass keine neuen Parksysteme angeschafft werden müssen, um das System einzusetzen. „Die offene, skalierbare digitale Plattform versetzt uns in die Lage, in nächster Zeit zahlreiche neue Dienstleistungen und Partnerschaften umsetzen zu können“, sagt Philippe Op de Beeck, CEO der APCOA PARKING Group.

nach oben

Interview

 

City-Parkhäuser werden zu Mobility Hubs

mobility_hub_grafik.jpg

Frank van der Sant, Chief Commercial Officer (CCO) von APCOA, glaubt an eine spannende Zukunft von Parkgaragen in Innenstädten – allerdings mit verändertem Angebot. Künftig könnten sie zum Knotenpunkt für diverse Mobilitätsdienstleistungen werden. 

In vielen Großstädten wird in zentralen Lagen Platz für Wohnungen und Büros benötigt. Werden Parkhäuser diesem Bedarf zum Opfer fallen?

Es gibt in den Innenstadtlagen einen Bedarf an zusätzlichen Büros und Wohnungen – das stimmt. Aber wenn dafür Parkhäuser aufgegeben werden, müssen die Stadtverwaltungen für Ersatz sorgen – zum Beispiel durch Tiefgaragen. Es wäre fatal, wenn die Innenstädte für den Individualverkehr nicht mehr erreichbar sind. Der stationäre Einzelhandel leidet unter dem Online-Handel schon genug. Außerdem werden künftig Standorte gebraucht, an denen diverse neue Mobilitätsdienste angeboten werden. 

Welche Mobilitätsdienste sind das konkret?

Ich denke zum Beispiel an Carsharing oder an Elektromobilität. Parkhäuser sind die idealen Drehscheiben für solche Flotten, an denen auch ein zuverlässiger Ladevorgang angeboten werden kann. Außerdem können Parkhäuser zu intermodalen Umsteigeplätzen werden, zum Beispiel, um vom PKW auf ein Fahrrad, E-Bike oder einen Elektroroller zu wechseln. Und wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Logistikbranche händeringend nach geeigneten Flächen sucht, auf denen sie Zwischenlager für Lieferungen in die City einrichten kann. 

Aber versprechen Büro- oder Wohnhäuser aus Sicht der Immobilienbranche nicht höhere Renditen?

Ja, aber die Attraktivität der Büro- und Wohnhäuser in der City beruht heute auch darauf, dass sie für den Individualverkehr erreichbar sind. Wenn es im Umfeld keine Parkplätze mehr gibt, sind diese Objekte auch schlechter zu vermieten. Auf der anderen Seite können die Renditen vieler Parkhäuser noch beträchtlich gesteigert werden. Viele werden bislang noch nicht von professionellen Parkhausbetreibern gemanagt. In diesen Fällen wird sehr oft nur ein Bruchteil der Erlöspotenziale realisiert. Wenn City-Parkhäuser zu Mobility Hubs werden, brauchen sie ein darauf spezialisiertes Management. Betreiber wie APCOA leisten durch eine profitable Bewirtschaftung und das Angebot von vielfältigen Mobilitätsdiensten einen wichtigen Beitrag für lebendige und lebenswerte Innenstädte.

 

nach oben